Flensburg und sein Wasser
Die Flensburger Förde schneidet über zwanzig Kilometer ins Land, und das prägt die Wassertemperatur mehr als alles andere. Im inneren Förderaum vor der Stadt steht das Wasser vergleichsweise ruhig und wird im Sommer merklich wärmer als draußen bei Kegnæs. Wer im Juli in Glücksburg badet, hat oft ein bis zwei Grad mehr als jemand an der offenen Küste bei Damp.
Der Grund ist die geringe Wassererneuerung: Eine Förde ist keine Bucht, sondern eine Sackgasse. Was einmal erwärmt ist, bleibt eine Weile. Umgekehrt kühlt sie im Herbst später aus, sodass September und Anfang Oktober hier oft noch angenehm sind.
Bei westlichen Winden liegt fast die gesamte Förde im Lee. Das macht sie zum verlässlichsten Revier der westlichen Ostsee, wenn es anderswo bläst.