Greifswald und sein Wasser
Der Greifswalder Bodden ist das größte Boddengewässer der deutschen Ostseeküste und über weite Flächen nur wenige Meter tief. Boddenwasser ist Brackwasser mit geringerem Salzgehalt als die offene Ostsee, und es erwärmt sich deutlich schneller.
Im Hochsommer liegt der Bodden regelmäßig über den Werten der Außenküste, mitunter um mehrere Grad. Wer im Juni schon baden will, ist hier besser aufgehoben als an der offenen See. Umgekehrt kühlt der Bodden im Herbst schneller aus.
Für Segler und Angler ist das Revier aus demselben Grund eigen: flach, warm, nährstoffreich, mit entsprechend anderen Fischbeständen als draußen. Bei Starkwind steht hier schnell eine kurze steile Welle, die unangenehmer ist, als die geringe Tiefe vermuten lässt.