Warnemünde und sein Wasser
Warnemünde liegt an der Mündung der Warnow und damit an einer offenen Küste. Anders als in den Buchten weiter westlich gibt es hier keinen nennenswerten Schutz, und genau deshalb ist Warnemünde der Ort, an dem der Auftrieb kalten Tiefenwassers am deutlichsten zu spüren ist.
Ablandiger Ostwind ist hier der Faktor, den man kennen muss. Er treibt das aufgewärmte Oberflächenwasser hinaus, kälteres Tiefenwasser steigt nach, und die Temperatur fällt binnen eines Tages von 21 auf 14 Grad. Wer gestern gebadet hat und heute früh Ostwind sieht, sollte mit deutlich kälterem Wasser rechnen.
Der breite Strand vor dem Ort läuft flach aus und wärmt sich an ruhigen sonnigen Tagen im flachen Bereich schneller auf, als die Messstelle im Alten Strom es abbildet. Ein bis zwei Grad Unterschied zwischen Pegel und Badebereich sind normal.