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Knoten

Wofür jeder Knoten da ist, wie er entsteht und woran Sie erkennen, dass er richtig liegt.

Knoten 8Zuletzt geprüft August 2026

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In der Praxisprüfung werden Knoten abgefragt, und sie sind der Teil, an dem unter Druck am meisten schiefgeht. Nicht weil sie schwer wären, sondern weil man sie können muss, ohne zu überlegen. Hier steht, wofür jeder Knoten da ist, wie er entsteht und woran Sie erkennen, dass er richtig liegt.

Erst sehen, dann lesen

Ein Knoten ist ein dreidimensionales Über und Unter. Flache Schemazeichnungen sind entweder unklar oder falsch, und ein falsch gelernter Palstek rutscht unter Last. Deshalb stehen hier keine Zeichnungen, sondern ein Video, das die Handgriffe zeigt.

Das Video liegt bei YouTube. Beim Abspielen geht Ihre IP-Adresse an Google, und es können Cookies gesetzt werden. Deshalb erst auf Klick.

Alle prüfungsrelevanten Knoten nacheinander vorgeführt, mit Kapitelmarken für die einzelnen Knoten. Fremdes Video, wir haben es nicht erstellt und keinen Einfluss auf den Inhalt.

Die Beschreibungen darunter sind zum Danebenlegen gedacht, während Sie mit der Leine üben. Sie sagen bei jedem Knoten auch, wofür er nicht taugt, und das steht in den wenigsten Anleitungen.

Palstek

Wofür: Die feste Schlaufe, die sich nicht zuzieht. Festmachen an einem Poller, Anschlagen einer Leine, Sichern einer Person. Der wichtigste Knoten an Bord.

So entsteht er: Legen Sie im stehenden Teil ein kleines Auge, so dass das lose Ende darüber liegt. Führen Sie das lose Ende von unten durch das Auge, dann hinter dem stehenden Teil herum und wieder von oben zurück in das Auge. Festziehen, indem Sie am stehenden Teil und an der Schlaufe gleichzeitig ziehen.

Die Merkhilfe kennt jeder: Das Kaninchen kommt aus dem Bau, läuft um den Baum herum und geht wieder in den Bau. Der Bau ist das Auge, der Baum das stehende Teil.

Kontrolle: Das lose Ende muss innen in der Schlaufe liegen, nicht außen. Liegt es außen, haben Sie den Knoten verkehrt herum gelegt; er hält dann zwar meist, ist aber nicht der Palstek und wird in der Prüfung nicht anerkannt. Die Schlaufe darf sich beim Zug am stehenden Teil nicht zuziehen.

Grenze: Unter wechselnder Belastung kann sich ein Palstek lockern. Für Dauerlast an Bord genügt er, für Klettern oder Sicherungstechnik gibt es Besseres.

Kreuzknoten

Wofür: Zwei Enden derselben Leine zusammenbinden, klassisch beim Reffen. Ein Bindeknoten, kein Verbindungsknoten.

So entsteht er: Rechts über links, dann links über rechts. Zwei halbe Schläge, gegenläufig gelegt.

Kontrolle: Beide Enden müssen auf derselben Seite ihres jeweiligen Parts austreten, der Knoten liegt dann flach und symmetrisch. Treten sie auf verschiedenen Seiten aus, haben Sie den Altweiberknoten gelegt, und der rutscht.

Grenze, und das ist die wichtigste Warnung auf dieser Seite: Der Kreuzknoten ist nicht dafür da, zwei Leinen miteinander zu verbinden. Bei unterschiedlicher Stärke oder unter Last kann er kippen und aufgehen. Dafür nehmen Sie den Schotstek.

Schotstek

Wofür: Zwei Leinen verbinden, auch wenn sie unterschiedlich dick sind. Der richtige Knoten für das, wofür viele fälschlich den Kreuzknoten nehmen.

So entsteht er: Legen Sie in die dickere Leine eine Bucht. Führen Sie das Ende der dünneren von unten durch die Bucht, dann um beide Parts der Bucht herum und schließlich unter sich selbst hindurch, so dass es neben dem eigenen Part zu liegen kommt.

Kontrolle: Beide losen Enden müssen auf derselben Seite des Knotens liegen. Liegen sie über Kreuz, hält der Knoten schlechter.

Grenze: Bei sehr großem Stärkeunterschied oder glattem Material nimmt man den doppelten Schotstek, bei dem das dünne Ende zweimal um die Bucht geführt wird.

Webleinstek

Wofür: Festmachen an einem Pfahl, einer Reling oder einem Ring. Schnell gelegt, schnell gelöst.

So entsteht er: Zwei gleichsinnige Schläge um den Pfahl, wobei das lose Ende beim zweiten Schlag unter dem eigenen Part hindurchgeführt wird. Um einen Pfahlkopf lässt er sich auch als zwei vorbereitete Buchten überstülpen.

Kontrolle: Die beiden Schläge müssen parallel liegen und in dieselbe Richtung laufen. Kreuzen sie sich, ist es kein Webleinstek.

Grenze: Unter wechselnder Zugrichtung wandert er und kann sich lösen. Für längeres Festmachen sichern Sie ihn mit einem halben Schlag, oder Sie nehmen etwas anderes.

Roringstek

Wofür: Die Leine am Ankerring anschlagen. Hält auch bei ruckartiger Last und lässt sich danach noch öffnen.

So entsteht er: Zwei Rundtörns durch den Ring, dann einen halben Schlag um das stehende Teil, der durch die beiden Rundtörns hindurchgeführt wird, und darauf einen zweiten halben Schlag außerhalb.

Kontrolle: Der erste halbe Schlag muss innerhalb der Rundtörns eingeklemmt sein. Genau das verhindert, dass sich der Knoten unter Ruck öffnet.

Stopperstek

Wofür: Eine Leine unter Last vorübergehend halten, etwa um eine Winsch zu entlasten oder eine Trosse umzulegen.

So entsteht er: Die Stopperleine wird mit einem Rundtörn angesetzt und dann gegen die Zugrichtung um die belastete Leine gewickelt, das Ende wird gegen die Wicklung eingeklemmt.

Kontrolle: Die Wicklung muss gegen den Zug laufen, sonst rutscht sie sofort. Halten Sie das Ende beim Ansetzen fest, bis die Last aufliegt.

Achtknoten

Wofür: Als Stopper am Ende einer Schot, damit sie nicht durch den Block oder den Klemmschlitten rutscht.

So entsteht er: Eine Bucht legen, das lose Ende einmal um das stehende Teil herumführen und dann von der anderen Seite durch die Bucht stecken. Die Form erinnert an eine liegende Acht.

Kontrolle: Von der Seite betrachtet müssen sich die Parts genau einmal überkreuzen. Bei einem einfachen Überhandknoten fehlt diese Kreuzung, und der lässt sich nach Belastung kaum wieder öffnen.

Belegen einer Klampe

Wofür: Festmachleinen und Fallen an einer Klampe sichern. Weniger ein Knoten als eine Technik, und in der Prüfung wird sie regelmäßig verlangt.

So geht es: Zuerst ein Rundtörn um den Fuß der Klampe, damit die Last aufgenommen wird. Dann zwei bis drei Kreuzschläge in Achterform über die Hörner. Zum Schluss ein Kopfschlag, bei dem das Ende unter sich selbst eingeklemmt wird.

Kontrolle: Der erste Törn muss vollständig um den Fuß gehen, sonst liegt die ganze Last auf den Kreuzschlägen. Der Kopfschlag darf nur einmal gelegt werden; mehrere verklemmen sich unter Last so, dass die Leine nicht mehr schnell zu lösen ist.

Der häufigste Fehler ist, mit den Kreuzschlägen zu beginnen und den Rundtörn wegzulassen. Das sieht ordentlich aus und hält nicht.

Wie man das übt

Nehmen Sie eine Leine von etwa acht Millimetern und anderthalb Metern Länge, sowie eine zweite in anderer Stärke für den Schotstek. Legen Sie jeden Knoten so oft, bis Sie ihn ohne Hinsehen schaffen, und dann noch einmal mit geschlossenen Augen und hinter dem Rücken. In der Prüfung sitzen Sie mit einem Prüfer an Bord, und die Hände zittern mehr, als man denkt.

Zehn Minuten am Abend über zwei Wochen bringen mehr als ein ganzer Nachmittag.

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