SeewettervorhersageNord- und Ostsee

Navigation für den Sportbootführerschein

Der Prüfungsteil mit dem größten Aufwand. Auswendiglernen reicht hier nicht.

Bereich SportbootführerscheinZuletzt geprüft August 2026

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Navigation ist der einzige Prüfungsteil, in dem gerechnet und gezeichnet wird. Wer die übrigen Bereiche in einem Wochenende lernt, braucht hier meist deutlich länger, weil Kartenarbeit Übung verlangt und nicht Wissen.

Die Größen

BegriffWertMerkhilfe
Seemeile1852 meine Bogenminute auf dem Meridian
Knoten1 sm/hentspricht 1,852 km/h
Kabellänge185,2 mein Zehntel einer Seemeile

Missweisung und Deviation

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Kartenarbeit

Geübt werden muss vor allem dreierlei: Entfernungen am seitlichen Breitengradmaßstab abgreifen, Kurse mit dem Kursdreieck von der Kompassrose übertragen, und Standorte durch das Kreuzen zweier Peilungen bestimmen. Das lernt man nicht durch Lesen.

Wer die Symbole der Karte dabei noch nicht sicher liest, findet die Grundlagen unter Kartenkunde.

Die Navigationsaufgaben

Der Navigationsteil der Seeprüfung besteht aus fünfzehn amtlichen Kartenaufgaben, von denen im Prüfungsbogen eine drankommt. Jede zerfällt in mehrere Teilaufgaben: Koordinaten ablesen, Kurse abgreifen und eintragen, koppeln, Peilungen umrechnen, einen Standort aus zwei Peilungen bestimmen.

Grundlage ist die amtliche Übungskarte D49 (INT 1463) mit den Mündungen von Jade, Weser und Elbe. Diese Aufgaben lassen sich am Bildschirm nicht sinnvoll üben, dafür brauchen Sie Papier, Zirkel und Kursdreieck.

Die Karte bekommen Sie gestellt

Ein verbreitetes Missverständnis: Sie müssen keine Seekarte zur Prüfung mitbringen. Der Prüfungsbogen enthält den passenden Kartenausschnitt aus der D49. Was Sie selbst dabeihaben müssen, ist das Werkzeug.

Worauf es beim Besteck ankommt

Die Dreiecke sollten mindestens 22 Zentimeter an der langen Seite messen. Kleinere Geodreiecke aus dem Schulbedarf funktionieren auf einer Seekarte nicht: Die abzugreifenden Strecken sind zu lang, und beim mehrfachen Verschieben summieren sich die Fehler so weit auf, dass der Kurs am Ende um mehrere Grad danebenliegt.

Beim Zirkel lohnt der Blick auf die Bauart. Ein Marinezirkel lässt sich einhändig bedienen, was an Bord bei Seegang zählt, in der Prüfung am Tisch dagegen nicht. Wer später wirklich navigieren will, kauft ihn gleich richtig; für die reine Prüfungsvorbereitung genügt ein einfacher Ausbildungszirkel.

Womit man übt

Zum Üben brauchen Sie Kartenausschnitte, und zwar mehrfach: Einmal mit Bleistift bearbeitet, ist ein Bogen kaum ein zweites Mal brauchbar. Es gibt dafür Kartenhefte mit allen fünfzehn Aufgaben und den zugehörigen Lösungswegen. Die vollständige Übungskarte D49 ist eine sinnvolle Ergänzung, wenn Sie verstehen wollen, wie das Revier zusammenhängt, für die Prüfung selbst aber nicht nötig.

Was Sie dafür brauchen

Navigationsbesteck: Kursdreieck, Anlegedreieck und ZirkelAnzeige

Kartenheft mit den Navigationsaufgaben und LösungenAnzeige

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für Sie ändert sich am Preis nichts. Die Auswahl richtet sich danach, was in der Prüfung zugelassen und tatsächlich brauchbar ist, nicht nach der Vergütung.

Was nach der Prüfung bleibt

Ehrlich gesagt navigieren die meisten später mit dem Plotter. Der Prüfungsstoff bleibt trotzdem sinnvoll, denn er ist das, was Sie brauchen, wenn die Elektronik ausfällt. Und er sorgt dafür, dass Sie merken, wenn der Plotter Unsinn anzeigt.

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