SeewettervorhersageNord- und Ostsee

Seekrankheit vorbeugen

Fast jeder erwischt es einmal. Wer versteht, warum, kann eine Menge dagegen tun.

Thema GesundheitLesezeit 6 Minuten

StartRatgeber › Seekrankheit vorbeugen

Seekrankheit entsteht, wenn das Gleichgewichtsorgan Bewegung meldet, die Augen aber keine sehen. Unter Deck ist der Widerspruch am größten, deshalb wird es dort am schnellsten schlecht. Alles, was hilft, setzt an genau diesem Punkt an.

Vor dem Ablegen

Ausgeschlafen an Bord gehen. Müdigkeit ist der größte Verstärker, und ein durchzechter Abend vor dem Törn rächt sich zuverlässig. Etwas essen, aber leicht: Ein leerer Magen ist genauso ungünstig wie ein voller. Alkohol am Vorabend meiden.

Medikamente wirken nur, wenn sie vor dem Ablegen genommen werden. Wer wartet, bis ihm schlecht ist, behält die Tablette meist nicht lange genug bei sich. Übliche Mittel enthalten Dimenhydrinat oder Scopolamin, beide machen müde. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, besonders wenn Sie das Boot führen wollen.

An Bord

Was wenig bringt

Akupressurbänder am Handgelenk sind verbreitet, ihre Wirkung ist in Studien bestenfalls uneinheitlich. Ingwer wird oft empfohlen und schadet nicht, ersetzt aber bei starkem Seegang kein Medikament. Kaffee hilft nicht, und Zigaretten machen es schlimmer.

Wenn es passiert ist

Nach Lee, angeleint, und danach etwas trinken. Wer sich übergeben hat, fühlt sich meist kurz besser und sollte diesen Moment nutzen, um an Deck einen geschützten Platz einzunehmen. Wichtig für den Schiffsführer: Eine seekranke Person ist keine einsatzfähige Person. Planen Sie die Wachen entsprechend und rechnen Sie damit, dass jemand ausfällt.

Anhaltendes Erbrechen über viele Stunden ist ein medizinisches Problem, nicht nur eine Unannehmlichkeit. Dann geht es um Flüssigkeitsverlust, und der nächste Hafen ist die richtige Entscheidung.

Die Wetterseite der Sache

Am meisten hilft, gar nicht erst in die Bedingungen zu geraten, die es auslösen. Kurze, steile Wellen sind schlimmer als lange hohe, deshalb ist ein Ostseetörn bei anderthalb Metern oft unangenehmer als ein Nordseetörn bei zwei. Was im Bericht steht und was es bedeutet, erklärt die Seite zu Seegang und Wellenhöhe.

Ratgeber

Weitere Beiträge