Isobaren verbinden Orte gleichen Luftdrucks. Ihr Abstand ist die wichtigste Information der ganzen Karte: eng beieinander bedeutet viel Wind, weit auseinander wenig. Die Windrichtung verläuft nahezu parallel zu den Isobaren, auf der Nordhalbkugel mit dem Tief zur linken Hand.
Die Windfeder
Windfedern zeigen Richtung und Stärke in einem Symbol. Der Schaft weist in die Richtung, aus der der Wind kommt. Die Striche am oberen Ende geben die Stärke:
- Halbstrich — 5 Knoten
- Vollstrich — 10 Knoten
- Dreieck (Wimpel) — 50 Knoten
Zwei Vollstriche sind also 20 Knoten, entsprechend Windstärke 5. Auf dieser Seite werden dieselben Federn neben jedem Seegebiet gezeichnet — sie sind aus der Beaufortangabe des Berichts erzeugt und funktionieren genau nach dieser Regel.
Fronten
- Kaltfront (blau, Dreiecke) — schmales Band, kräftige Böen, danach Winddreher nach rechts und Aufklaren. Zieht schnell durch.
- Warmfront (rot, Halbkreise) — breite Zone, anhaltender Regen, schlechte Sicht, allmähliche Winddrehung.
- Okklusion (violett, beides) — die Kaltfront hat die Warmfront eingeholt. Meist das Ende der Störung.
Was der Luftdruck verrät
Nicht der absolute Wert zählt, sondern die Tendenz. Ein Barometer, das über drei Stunden um mehr als drei Hektopascal fällt, kündigt kräftigen Wind an. Faustregel für die Nordhalbkugel: Stellen Sie sich mit dem Rücken zum Wind, liegt das Tief links von Ihnen. Fällt der Druck dabei weiter, zieht es auf Sie zu.
Karte und Text zusammen lesen
Der Textbericht sagt, was passiert. Die Karte sagt, warum — und ob es sich hält. Zwei Beispiele: Steht im Text „vorübergehend schwachwindig", zeigt die Karte oft ein Zwischenhoch, das gleich weiterzieht. Steht dort „später auffrischend", finden Sie auf der Karte das Tief, das dafür verantwortlich ist, samt seiner Zugrichtung.